Haltungsart

 

Besonderen Wert legen wir auf eine artgerechte Tierhaltung, die derjenigen in freier Wildbahn weitgehend entgegenkommt. Säugende Pferde,tragende Stuten, Hengst, Fohlen verschiedenen Alters werden ganzjährig in gemischten Gruppen belassen. Weidegang, sooft wie irgend möglich ist eine Selbstverständlichkeit.

 

 

Mehrraum-OffenlaufstallRauhfutter in HeuraufeWeidehaltung im Winter

 

Es stehen den Pferden Gruppen-Offenlaufstall mit dazugehörendem, befestigtem Auslauf zur Verfügung. Nach den Richtlinien und Empfehlungen des Bundesamtes für Veterinärwesen und der LAG (Laufstall-Arbeits-Gruppe) konzipiert, liegt unser Gruppenauslaufstall weit über dem Standard des Schweizerischen Tierschutzgesetzes und genügt den hohen Anforderungen des STS (Schweizer Tierschutz). Unsere Pferdehaltungsart wird in Fachkreisen somit als beispielhaft, in der Schweiz noch zu selten umgesetzt, anerkannt.

 

gemischtaltrige HerdeFohlen beim Training der Mutter dabeiAppaloosa Herde

gemischtaltrige Appaloosa HerdeJungstute und Fohlen beim Mittagsschlafgemischtaltrige Herde

 

Die Fohlenaufzucht unserer eigenen Zuchttiere, die entweder aus unserer eigenen Zucht stammen oder als Absetzer gekauft wurden, und der Pferde, die zum Verkauf stehen, möchten wir natürlich auch artgerecht gestalten. Dazu ein Auszug aus einem Bericht von Frau Dr. Iris Bachmann, Zoologin:

 

"In der Natur zeichnet sich die Jugend eines Pferdes durch ein Aufwachsen in einer Pferdegruppe von Individuen unterschiedlichen Alters aus. Die Bindung zur Mutterstute bleibt für das Fohlen auch nach der Entwöhnung während Jahren die stärkste. Gleichaltrige sind eminent wichtig für das Ausleben des Spieltriebes. Aber auch alle anderen älteren Mitglieder der Familiengruppe nehmen äußerst wichtige Rollen ein. So haben sie eine große Bedeutung bei der Erziehung des Jungpferdes, bei Lernvorgängen, welche das spätere Überleben des Fohlens ermöglichen und bei der Schlichtung von Streitereien. Sie beschützen, geben Halt, beruhigen und weisen in die Schranken. All dies sind Voraussetzungen für eine erfolgreiche Sozialisierungsphase des jungen Pferdes, welche es zu dem macht, was Pferde sind: Umgängliche, gesellige Tiere mit einem festen Platz in einem hierarchischen Sozialgefüge. Auf die Praxis unserer Pferdehaltung bezogen, ist ein normal sozialisiertes Pferd Voraussetzung für eine spätere problemlose Haltung in der Gruppe. Nicht zuletzt ist es auch die Ausgangslage für eine funktionierende Beziehung mit dem Sozialpartner Mensch, welcher das Pferd nutzen will."

Speziell unter dem Gesichtspunkt der Beziehung von Pferd zu Mensch, werden unsere Fohlen, kaum auf der Welt, angelehnt an die Methode von Dr. med. vet. Robert Miller (ISBN: 3-89118-091-8) geprägt.
Sie haben auch täglich mehrmaligen Kontakt zu Menschen.

 

Franz mit Pataha"Imprentign" der FohlenFohlen Training  

 

Wir legen in der Betreuung unserer Pferde viel Wert auf diesen Mehr-Aufwand und sind überzeugt, dass dieser sich im späteren Leben des Pferdes immer in verschiedenen Hinsichten auszahlen wird.

Siehe Weiteres dazu auch unter "unsere Philosophie" in der Rubrik "Indianer".