Wir und Indianer
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Wenn zwei Falken auf einem Baum sitzen und ein Schwarm Wildenten fliegt vorbei, dann sagt auch nicht ein Falke zum andern: "Schau, da fliegt die Mehrheit, das muss der richtige Weg sein, schliessen wir uns an!" Sie werden weiterhin als Falken dem Weg der Falken folgen. (indiansiche Weisheit) |
Unsere kleine Indianer-Familie "Spotted Horse", "Joe Red Fox"
und "Black Bear":
„Spotted Horse”, alias Daniela Renggli:
Seit meiner Kindheit an der indianischen Kultur, insbesondere jener der Plains-Indianer und darunter besonders der Blackfoot, interessiert und verbunden, ist es kein Zufall, dass ich mich schon sehr früh zur Pferde-Rasse der Appaloosa hingezogen fühlte. Dabei sollten es vorzugsweise diejenigen Indianerpferde sein, mit all ihren herausragenden Eigenschaften, die heute noch denjenigen der Plains-Indianer des 19. Jahrhunderts am Ähnlichsten sind, nämlich die „old lined” Foundation Appaloosa.
Ein echter Appaloosa war schon damals bei den Plains-Indianer 3-4 mal soviel Wert wie irgend ein anderes Pferd und bei den Stämmen der Prärie ebenso hoch begehrt wie bei den damaligen Cowboys (bei diesen sogar doppelt: wegen der guten Genetik, wie auch wegen der begehrten „indianischer Ausbildung”).
Sowohl die Blackfoot, wie auch andere Stämme haben solche farbigen Pferde vor allem von den sie gezielt züchtenden Nez Percé erworben und sie dann für ihre verschiedenen Zwecke ausgebildet.
Bei den Blackfoot konnte ein hervorragend ausgebildetes Pferd ganz ohne Zügel geritten werden.
Bekannt waren derartige gute Pferde unter Anderem auch als "Buffalo-Runner" (Warrier) und als Erkundungspferde (Traveler).
Hervorragende indianische Ausbildung, absolutes Vertrauen zu seinem „Menschen”, Mut, Ausdauer, Wendigkeit, das sind nur einige der herausragenden Eigenschaften dieser Pferde, die so geschätzt wurden und die wir auf der Double Forest Ranch auch heute bestrebt sind weiter zu erhalten.
Die Überragendheit der Appaloosa wurde übrigens ganz eindrücklich im sogenannten „Chief Joseph Trail” ein enorm langer Fluchtritt der Nez-Percé über mehrere Monate mit Kindern und alten Leuten in zum Teil unwegsamem Gelände im Versuch der US-Armee zu entkommen. Dabei erwiesen sich über mehrere Wochen die Appaloosa als viel ausdauernder und besser als die Pferde der US-Army…
Seit 2002 züchten und bilden wir diese „farbigen” Pferde aus im Respekt zur Indianischen Philosophie von damals. Ich hoffe meinem indianischen Namen, der von diesen gepunkteten Pferden abgeleitet ist, alle Ehre zu erweisen.
„Joe Red Fox”, alias Franz Renggli
Auf dem Bauernhof mit verschiedenen Tieren aufgewachsen, bin ich seit jeher sehr naturverbunden und tierliebend. Deshalb auch habe ich den Beruf des Tierarztes erlernt. Auch interessiere ich mich sehr für die Lebensweisen von Naturvölkern. Durch meine Frau Daniela wurde mein besonderes Interesse an der indianischen Kultur geweckt, vor Allem jener der Plains-Indianer mit ihren Pferden.
So lernte ich auch die Appaloosa kennen und schätzen, vor Allem jene Zuchtrichtung der altstämmigen Appaloosa, die jener der Nez Percé Indianer noch am Ähnlichsten sind.
Ich habe erst im Erwachsenenalter reiten gelernt, hatte aber das Glück bei einem Pferdekenner, der ganz im Sinne des „Natural Horsemen Ship” unterrichtete und seine Kenntnisse weitergab meine erste Basis zu erlernen. Heute, Jahre später, könnte ich mir ein Leben ohne diese farbigen Pferde nicht mehr vorstellen.
Die indianische Lebensweise des 19. Jahrhunderts und deren Philosophie haben sicher unsere Zucht und Ausbildungsweise mit unseren Indianerpferden massgebend geprägt.

So bin ich ein „Weisser” mit leicht rötlichen Haaren und einer hellen Haut, die rasch rot wird an der Sonne, was mich zu meinem indianischen Namen „Joe Red Fox” geführt hat, aber im Herzen und der Denkweise bin ich der indianischen Philosophie sehr verbunden.
„Black Bear”, alias Matthieu Renggli
Sohn von „Spotted Horse” und „Joe Red Fox”, mit Pferden und sehr naturverbunden aufgewachsen, habe ich von meinen Eltern viel über die Anschauungsweisen der reitenden Indianer gehört
Auch mache ich sehr gerne mit bei „indianischen Aktivitäten“ wie Treffen unter Indianerfreunden, Bogenschiessen, insbesondere das berittene Bogenschiessen, Leben im Tipi etc. Am Liebsten bin ich draussen mit den Pferden und am Handwerken.
Nachdem ich zuerst als Kind einen anderen „indianischen“ Namen hatte, den mir meine Mutter gegeben hatte, habe ich nun selber zu meinem eigenen, zu mir passenden Namen gefunden – „Black Bear”.
Meine Kollegen nennen mich oft „Bär”, weil ich diesem Tier in verschiedener Hinsicht sehr ähnlich bin. Ich habe eine kräftige Postur, sehr viel Kraft, bin gelassen, aber kann durchaus auch mal wütend werden, wenn mich eine Sache ungerecht dünkt.
Meine Eltern sagen, dass mein Gang etwas bärenhaft Schwankendes an sich hat, aber ich kann auch sehr geschickt, wendig und schnell sein, eben wie ein Bär.
Meine Haare sind eher von dunkler Farbe, daher das „black” in meinem Namen.
Dieses Tier mit seiner Kraft, Gelassenheit, Ausstrahlung und Lebensart fasziniert mich sehr und ich kann mich hervorragend mit ihm identifizieren.
Fotos vom „Old West Council 2009 und 2010” in Meierskappel in der Rubrik Galerie



















