Foundation Appaloosa & Walkaloosa

Breeding Passion Since 2003

   
   
   
   
   
   

 

 

 

 

 

 

 

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Franz & Daniela Renggli
Gugenhof 3 / Double Forest Ranch
4655 Stüsslingen
062­/298 00 33
Email: info(at)doubleforestranch.ch

 

Anreiten

Sporadisch kommt die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt des Einreitens und wann wir unsere Pferde einreiten würden.

Eine sehr emotionsgeladene Frage mit unzähligen Ansichten.

Die richtige Frage sollte allerdings nicht in erster Linie nach dem „Wann“ fragen, sondern nach dem „Wie“ und „mit welcher Intensität“!

Unsere jahrelange Erfahrung, Literaturhinweise, unser intensiver Austausch mit anderen Western-Pferdezüchtern, unsere Möglichkeit die Pferde inklusive Fohlen in artgerechten, gemischtaltrigen Gruppen und Herden auf unserer Ranch mit genügend Weiden halten zu können und in erster Linie unsere eigenen Pferde-Lehrer selber, haben uns die Art, die Intensität und den Zeitpunkt des Anreitens gezeigt, so wie wir es heute handhaben. 

Konkret sieht das Anreiten bei uns in Etwa folgendermassen aus:

Nebst dem täglichen menschlichen Kontakt, den die Fohlen seit ihrer Geburt mit uns haben und den sporadischen Ausbildungs-Sequenzen am Boden, satteln wir die Jungpferde das erste Mal zwischen 2 ½ jährig und 3 ½ jährig, je nachdem uns das Pferd körperlich und mental bereit dünkt. Daraufhin folgt ein erstes Draufsitzen im Platz mit Reiten im Schritt und, wenn das Pferd bereit ist, auch im Trab. Dies nur für eine kurze Zeit (etwa 15 min.). Die weitere Ausbildung erfolgt mehrheitlich im Gelände. Konkret beinhaltet das über eine Zeitspanne von einem halben Jahr wenige kurze Ausritte im Schritt und teilweise Trab (immer entlasteter Trab), eventuell wenig Leichtgalopp. Durch die vorbereitende Ausbildung davor und die Ausbildung am Boden (im Roundpen zum Beispiel) sind die Pferde aber schon unglaublich sicher, zuverlässig und willig unter dem Sattel. Diese Grundausbildung, vorwiegend im Gelände, zieht sich das ganze vierte Lebensjahr in dosierten Einheiten durch, und erst im fünften Lebensjahr werden sie intensiver auch auf dem Platz ausgebildet. Dann nämlich sind sie körperlich reifer und sind bereit intensivere körperliche und mentale Anstrengungen zu absolvieren. Die mentale Bereitschaft aber ist schon sehr viel früher da, nicht zuletzt durch die erwiesenen Willen zu Lernen durch Abschauen bei den älteren Pferden. Diese nicht zu fördern und nicht darauf einzugehen, wäre in unseren Augen ebenso falsch wie ein Pferd mit 2 oder 21/2  bis 3 jährig intensiv einzureiten oder auf Turniere vorzubereiten, ja sogar schon unter dem Sattel zu „showen“. 

Zur Anschauung:

kaprice 001Nebenstehendes Foto von Kaprice und Matthieu (15J) wurde im Herbst 2010, also als Kaprice 2 ½ war, beim allerersten Draufsitzen und Reiten aufgenommen. Kaprice war bereit und äusserst motiviert auch im Trab zu gehen. Wir reiten unsere Pferde alle gebisslos. Wenn das Foto gegen Aussen so aussehen mag, als wäre Kaprice schon intensiv in der Einreitphase, so täuscht das. Was wir allerdings mit diesem und ähnlichen Fotos zeigen wollen, kommt dabei ganz deutlich zum Ausdruck, dass nämlich eine adäquate Aufzucht, ein menschenbezogener, artgerechter Umgang, verbunden mit dieser wunderbaren Rasse, die der Foundation Appaloosa ist, das Bild eines willigen, gut rittigen, hoch motivierten Pferdes gibt. Eine knappe Handvoll kleiner Ritte im Gelände über den ganzen Winter hin haben die absolute Zuverlässigkeit und Willigkeit von Kaprice mit seinem jungen Reiter bestätigt. Bocken unter dem Sattel kennt sie nicht, Durchbrennen oder Ängstlichkeit, kennt sie nicht. Das ist die Art Pferd, die wir so lieben und dessen Zucht und Ausbildung uns so am Herzen liegt. Ein absolut zuverlässiges, williges, menschenbezogenes Pferd!

Die Nachzucht unserer Zuchtpferde hat über die Jahre hinweg mehrfach diesen genialen Charakterzug beim Ausbilden und Anreiten gezeigt. Es sind dies alles sehr lernwillige, gut "handlebare" Jungpferde, die problemlos auch von Nicht-Profis geritten werden können! 

Es ist eine offensichtliche Tatsache, dass sich diese, sich über Monate hinziehende, sanfte Art des Einreitens an Intensität und Dauer grundlegend von der bekannteren Art unterscheidet, bei der das Jungpferd nach dem dreijährigen Aufenthalt auf der Fohlenweide in eine 3 (-6) Monate dauernde, intensive Ausbildungsphase bei einem Trainer begibt. Verständlicherweise muss ein in Pension stehendes Pferd aus mehreren Gründen (Boxenhaltung, Auslaufboxenhaltung, Kosten für Pensionsstall, die das Monatsbudget meist erheblich belasten, ungenügende Kenntnisse ein Jungpferd selber einreiten zu können etc.) innert kurzer Zeit eine solide, genügende Grundausbildung erhalten, damit es für seinen Besitzer und/oder Pensionsstallhalter kein erhöhtes Unfallrisiko darstellt und damit es „angemessene Bewegung erhalten kann“ (sprich, regelmässig geritten wird). So gesehen scheint diese Art des Einreitens für die meisten Leute die tragbarste Art zu sein und vertretbar zu sein sofern das Pferd ein gewisses Alter erreicht hat, um die intensive Ausbildung auch ohne Schaden überstehen zu können.

Versetzen wir uns jedoch selber in die Haut der Pferde, wir würden das Dasein und die Ausbildung auf der Double Forest Ranch wählen!

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