Foundation Appaloosa & Walkaloosa

Breeding Passion Since 2003

   
   
   
   
   
   

 

 

 

 

 

 

 

Logo DFR

Franz & Daniela Renggli
Gugenhof 3 / Double Forest Ranch
4655 Stüsslingen
062­/298 00 33
Email: info(at)doubleforestranch.ch

 

Fohlenpreise, wie werden diese auf der Double Forest Ranch festgelegt?

 

Die Fohlenpreise werden durch eine ganze Reihe Kriterien bestimmt:

 

Foundation Appaloosa Fohlen

  • Verpaarung: registrierte Appaloosa oder rassereiner, registrierte Appaloosa (siehe dazu entsprechender Blog Beitrag), Gangpferd - Walkaloosa
  • Verlauf der Trächtigkeit der Stute
  • Verlauf der Geburt
  • Die ersten Stunden nach der Geburt: wie lange braucht das Fohlen bis es steht; wie geschickt steht es auf; wie steht es auf seinen Beinen  und wie bewegt es sich; Trinkverhalten; Verhalten, Führigkeit schon in den ersten Stunden nach der Geburt; Lernfähigkeit...
  • Beurteilung Körperbau
  • Beurteilung Charakter
  • Geschlecht
  • Farbe und Fellzeichnung; homozygot, heterozygot für das LP Gen, oder "solid" (einfarbig, ohne LP Gen), silver
  • Gangpferd-Potential: "Indian Shuffle" bei den Foundation Appaloosa, "Rack" etc. bei den Walkaloosa
  • Potentielle künftige Zuchttiere - Zuchtwert
  • Unsere ganz persönlichen Vorlieben (Elterntiere und Fohlen)
  • Marktsituation, Angebot und Nachfrage
  • Allfällige Decktaxen, Deckanzeigegebühren, Registrierungsgebühren, Chip, Pferdepass…


Deshalb wollen und können wir den Preis für ein ungeborenes Fohlen auch nicht im Voraus festlegen. Fohlen sind keine normierten Laufband-Waren. Wir können jeweils höchstens eine Preisspanne für zu erwartende Fohlen im selben Jahr aus bestimmten Verpaarungen heraus angeben, also eine Preisidee.

Foundation Appaloosa FohlenDie Preise richten sich nach der aktuelle Marktlage. Aktuelle Preisspanne zwischen CHF 3000 - 7000.

An ihnen zu entscheiden wem welche obgenannten Kriterien wie viel Geld wert sind für ihren zukünftigen Partner, dem sie „Ihr Leben“ und vielleicht auch das ihrer Kinder anvertrauen wollen!

Der Fohlen-Kaufpreis für ein Qualitätsfohlen ist in jedem Fall in keinem Verhältnis zu den Folgekosten, inklusive Ausbildungskosten. Bedenken sie auch wie wichtig ihnen eine artgerechte Aufzucht im "Babyalter" sein kann.
was lernen die Fohlen auf der Double Forest Ranch

Foundation Appaloosa FohlenDas Gesetz der Qualität hat seinen Preis, und Angebot und Nachfrage führen zu Preisunterschieden. Diese widerspiegeln unsere Gesamt-Beurteilung nach den Kriterien, wie oben beschrieben und der aktuellen Marktlage. Siehe auch „Die Problematik Papiere und Prozente zu züchten“

„Old-lined“, „Original“ Foundation Appaloosa sind selten (weniger als 1000 Stück weltweit). Deshalb sind gerade die Qualitäts-Foundation Appaloosa, die echten Indianer Appaloosa geschätzt und von Kennern sehr begehrt.
Gangpferden mit exzellentem Charakter, von mittlerer Grösse und attraktiver Farbe gewinnen in der letzten Zeit
auch in der Schweiz stetig an Beliebtheit.

Wir meinen, dass das Vertrauen zum Züchter eine sehr grosse Rolle spielt. Deshalb ist es wichtig, wenn sie frühzeitig Kontakt mit uns aufnehmen, damit sie ihr Traum-Pferd finden können.

button back

 

Familienpferd/Kinderpferd?

 

  • Ist der Appaloosa ein Familienpferd und auch für Kinder geeignet?
  • Gibt es bessere Rassen für Kinder?
  • Kann ich mit einem Appaloosa auch entspannte Ausritte machen?

Solche und ähnliche Fragen bekommen wir immer wieder per Mail zugesandt. Hier nun eine Antwort in der Art wie ich sie auf ähnliche Fragen schon gegeben habe:

Wir haben selber 5 Kinder, die alle auf unseren Appaloosas reiten gelernt haben und heute noch reiten. Als sie noch ganz klein waren, haben wir sie auf einem speziellen, hinter dem Westernsattel angebrachten Kindersattel, mitgenommen, bis sie selber das Pferd reiten konnten.

Unsere Appaloosa, die ja ursprünglich eine Indianerpferderasse ist, sind sehr menschenbezogen. Ganz unbeteiligt ist da sicher auch nicht die Haltungs- und Aufzuchtsart, obwohl der typische, echte Appaloosa bekannt ist dafür einen engen Bezug zu den Menschen zu bilden.

Ausserdem erachte ich folgende Gründe als besonders geeignet auch für Kinder:

Appaloosas haben im Gegensatz zu vielen anderen Rassen, wenn sie erschrecken, nicht die Eigenschaft "kopflos" mehrere hundert Meter durchzugehen, bevor sie beginnen zu überlegen was eigentlich war. Wenn sie Vertrauen zu ihrem Reiter haben, werden sie kurz zusammenzucken und überlegen, ob sie zu "fliehen" brauchen, was sie eigentlich nie machen.

Appaloosa, vor Allem der Foundation Appaloosa ist ursprünglich ein Vielseitigkeitspferd, in vielen Sportarten einsetzbar und in besonderem Masse geeignet als Freizeitpferd, zum stresslosen Ausreiten, da sie selber auch mitdenken und somit jegliche Hindernisse (durch dick und dünn)in der Natur überwinden.

Aber Achtung: heute gibt es verschiedene Zuchtrichtungen von Appaloosa (wie auch übrigens in vielen anderen Rassen). Heute in der Schweiz findet man durch Einkreuzung anderer erlaubten Rassen mehr Fremdblut zu den typischen Indianerpferden mit all ihren Vorteilen, die dann auf bestimmte Sportarten spezialisiert sind, wie Reining, Cutting etc. und nicht mehr das überaus coole Indianerpferd ist, das wir versuchen weiter zu züchten. Deshalb möchte ich hier nicht über alle Appaloosa gesamthaft ein Urteil abgeben, sondern nur über diejenigen, die noch so sind, wie sie die Indianer für sich und ihre Kinder und Frauen gezüchtet haben und heute noch in gewissen Regionen gezüchtet werden.

Ihre mittlere Grösse von ca. 150cm spricht auch für sie. Oft erlebe ich, dass ein Kind ein Pony bekommen hat und dann schon bald daraus gewachsen ist oder sich innig ein "richtiges" Pferd wünscht. Und dann habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Eltern meinten, dass sie wohl besser von Anfang an sich für ein Pferd mittlerer Grösse entschieden hätten, das sowohl nicht zu gross ist für Kinder, aber auch Erwachsene eines beträchtlichen Gewichtes tragen können. Obwohl die Appaloosa zu den Pferden zählen, ist es nicht verwunderlich, dass sie oft als Indianerponys bezeichnet werden. Der Appaloosa ist ein Pferd fürs Leben und ein Kind muss sich dann nicht vom geliebten Pony trennen um etwas Grösseres reiten zu dürfen.

Die Appaloosa vom Typ der Indianerpferde sind sehr cool, geduldig und ruhig in ihrem Wesen, dennoch aber nicht "faul". Gerade Kinder haben meist nicht besonders Freude ein Pferd immer antreiben zu müssen und es kaum in den Galopp zu bringen (was leider bei gewissen Rassen schon der Fall sein kann).

Reiter, Reitschüler, Reitanfänger, auch Erwachsene, wollen schon bald mal fühlen, wie es ist einen richtig schönen Galopp "hinzulegen" in der Natur, sich ein wenig wie ein Indianer zu fühlen. Dies ist mit unserer Pferderasse sehr gut möglich.

Sich eins mit der Natur und dem Tier zu fühlen ist ein Bedürfnis, was diese Pferde ihren Reitern bieten können bei entsprechender Haltung und Ausbildung (ist gerade für Kinder eine sehr wertvolle Beziehung, die ihnen in ihrer sonstigen Welt sehr viel Halt gibt).

Natürlich gibt es auch da unter den Pferden diejenigen, die eine wenig mehr "Go" haben und diejenigen, die eher auf der fauleren Seite sind. Es sind halt alles Individuen.

Was die spezielle Farbe dieser Indianerpferde betrifft, da kann man nicht diskutieren; man liebt sie, oder sie gefallen nicht.

Was andere geeignete Rassen für Kinder betrifft, ist es schwierig mich dazu zu äussern. Ich habe wohl früher allerhand Pferde geritten, vom Isländer über den Freiberger bis zu den Warmblütern für Dressur und Springsport, aber heute sind wir zu 100% überzeugte Züchter und Reiter der typischen Appaloosas und möchten keine andere Rasse mehr haben. Sicher kommt es darauf an, was mit dem Pferd erreicht werden möchte. Will man in einer gewissen Sportart ganz oben aus gelangen, muss man sich für ein Pferd der geeigneten Rasse dieser betreffenden Sportart entscheiden.

Wie gesagt, der typische Appaloosa ist aber auch ein richtiger Allrounder und man trifft ihn ausser im Westernsport auch im Distanzreitsport, Dressursport, Springsport oder Fahrsport an. Aber er bleibt besonders geeignet als Freizeitpferd, zum Ausreiten etc.

button back

 

 

 

"Indianisch Reiten", heisst das also, dass ihr ohne Sattel reitet?

 

Nein, wir reiten nicht vorwiegend ohne Sattel.

Das „ohne Sattel Reiten“ ist eher eine Klischeevorstellung: der wilde Indianer ohne Sattel auf seinem Pferd in vollem Galopp.

Auch die Indianer kannten verschiedene Arten von „Sättel“, vom gras- oder laubgefüllten Pad-Sattel, an dem Steigbügel befestigt waren bis zum Frauensattel aus Holz und Horn. Je nach Epoche und Reichtum eines Stammesangehörigen (Häuptling zum Beispiel) wurden dann auch bald mal Ledersättel gehandelt. Viele Indianer konnten sich ganz einfach keinen Sattel "leisten".

Die Vorteile eines gut angepassten, grossformatigen Sattels (wie Westernsättel und Vaquerasättel) liegen auf der Hand. Sie verteilen das Reitergewicht gleichmässig über eine grosse Fläche des Rückens, was das stundenlange Reiten für Mensch und Pferd angenehmer macht.

Ein Sattel mit Steigbügeln gibt dem Reiter auch unbestreitbar mehr Halt auf dem Rücken des Pferdes.

Auch sind nicht alle Pferde morphologisch gleich gebaut. Das Rückgrat mit seinen Dornfortsätzen kann bei manchen Pferden mehr hervortreten als bei anderen (auch wegen Trächtigkeit z.B.), was ein Reiten ohne Sattel sowohl fürs Pferd wie auch für des Reiters Allerwertesten eher schmerzhaft gestaltet, zumindest aber auf Dauer unangenehm.

Bei Pferden mit einer „gepolsterten“ Körperstruktur, deren Rückgrat „gut eingepackt“ ist, kann ein sporadisches Reiten ohne Sattel gerade fürs Erlernen des unabhängigen Sitzes und das bessere Verspüren der Reaktionen auf Gewichtshilfen durchaus sinnvoll sein.

Auf solchen, obgenannten Pferden wird also auch bei uns gelegentlich ohne Sattel geritten.

button back

 

 

 

"Schimmel"  oder "Weissgeboren"?

 

Nicht alle weissen Pferde sind Schimmel!

 

Ein Schimmel hat genetisch gesehen ein Grau-Gen und bleicht sozusagen mit dem Alter aus. Ein Schimmel wird also dunkel geboren und wird erst in den nächsten Monaten oder Jahren immer weisser. Von Schimmeln kennt man einige typische Krankheits-Veranlagungen wie zum Beispiel die Empfindlichkeit zu Sommerekzem, Haut-Tumoren (Melanome) usw.

Ein „weissgeborenes“ Pferd (nicht zu verwechseln mit Albinos) ist genetisch gesehen kein Schimmel, hat also kein Grau-Gen und die damit verbundenen Krankheits-Veranlagungen.

Wie bei unseren Appaloosa ist die Tatsache ein weissgeborenes Pferd zu haben an das "Leoparden-Gen" (LP Gen) gebunden.

Das LP Gen ist verantwortlich für die Appaloosarassetypischen Merkmale (diese findet man genau so auch z.B. bei den Knabbstruppern und allen anderen Tigerschecken) wie gefleckte Haut (motteled skin), weisse Augen-Sklera (Menschenauge), gestreifte Hufe und die Fellzeichnungen.

Die Fellzeichnung ist in verschiedener Ausprägung vorhanden und wird durch "Modifier" bestimmt. Es gibt bei Pferden mit LP Gen/Leoparden-Gen folgende Fellmuster (vereinfacht dargestellt):

      • Blanket: weisse "Decke" von unterschiedlicher Grösse über Kruppe, oder Kruppe und Lenden…
      • Getupft in der Grundfarbe des Pferden auf weisser Decke; Tupfen können auch dreifarbig sein und sind oft farbkonzentirierter als die Grundfarbe des Pferdes
      • Snowflake: weisse Tupfen auf dunklem Grund
      • Varnish: Stichelhaarig mit dunklen Körperteilen, die nur wenig über den darunter liegenden Knochen sind wie Nasenbein und Hüfthöcker
      • Snowcape: weisse Decke über Kruppe und Körper bis zum Hals vorn, ohne Tupfen auf dem Körper; die Rippenbogen sind farblich wie nachgezeichnet
celeste 001 sarek 003 kaprice 001
Varnish, Blanket with Spots, black Snowcape, buckskin  (Near) Leopard, black

 

Diese Zeichnungen können einzeln oder kombiniert vorliegen, also zum Beispiel "Blanket with spots" (eine weisse Decke über Kruppe mit Tupfen drauf).

Grundsätzlich kann man sich vorstellen, dass jedes Pferd mit Leoparden Gen eine Grundfarbe hat; also ist es ein Fuchs, ein Rappe oder ein Brauner. Darüber gelegt ist dann die "weisse Decke" mehr oder weniger ausgedehnt, mit oder ohne Tupfen etc.

Ein braunes Pferd mit einer weissen Decke über den ganzen Körper, die zusätzlich noch getupft ist, wäre dann ein brauner Tigerschecke ("Leopard")...

Folglich ist ein "Weissgeborener" Appaloosa genetisch gesehen ein Pferd mit einer gewissen Grundfarbe mit einer "weissen Decke" über den ganzen Körper und keine oder nur eine Handvoll Tupfen (few spot leopard). Man weiss heute, dass diese Fellausprägung hervorgerufen wird durch die Vererbung des LP Genes von beiden Elternteile. Das LP Gen liegt also in zweifacher Ausführung vor (homozygot) und diese Pferde sind somit auch sichere Farbvererber für die Leoparden-Fellzeichnung, da sie mit Bestimmheit ein LP Gen an ihre Nachkommen weitergeben.

Unser Hengst Pataha (Weissgeborener oder "Few Spot Appaloosa") ist gemäss genetischem Test ein Rappe mit homozygot vorliegendem LP Gen. Also ein sicherer Farbvererber der Grundfarbe schwarz (kleine Anmerkung: kein Fuchsträger, kann also auch nie fuchsfarbene Nachkommen geben, nur die Grundfarben Rappe oder Braune je nach Stute).

pataha 02pataha 04

back bottom

 

 

 

Was ist neu oder anders an der indianischen Reitweise gegenüber dem Westernreiten?

 

Unter der „indianischen“ Reitweise verstehen wir eine ganzheitliche Lebenseinstellung gegenüber dem Pferd. Das sind uralte Weisheiten der Naturvölker, unter Anderem der reitenden amerikanischen Natives, die ein Leben rund ums Pferd, deren Aufzucht, Haltung Ausbildung und Reiten noch in Harmonie mit der Natur praktizierten.

Die „indianische“ Reitweise ist demnach weder neu (nur weitgehend in Vergessenheit geraten), noch beschränkt sie sich auf einen speziellen Reitstil auf dem Pferd.

Diese ganzheitliche Anschauung versuchen wir wieder aufzunehmen, unter Anderem in der Haltungsart von Gruppen und Herden, im frühzeitigen menschlichen Kontakt zu den Fohlen und deren kontinuierlichen, altersgemässen Ausbildung, im konsequenten, gewaltlosen Ausbilden mit viel Bodenarbeit zur verständlichen Kommunikation mit den Pferden, im gebisslosen Reiten und Reiten ohne Sporen (eine schmerzlose Reitweise), kein Hufbeschlag, aber Festigung der Hufe mit entsprechender Haltung und Futter und Schutz durch Hufschuhe nach Bedarf, etc.

Die Reitweise selber ist genauso variantenreich wie die heutigen Reitweisen, die auf der ganzen Welt praktiziert werden.

Es ist dies speziell eine Signalreitweise, die mehr mit der ursprünglichen Ranch-Reitweise verglichen werden kann, als mit der heutigen modernen Western- oder englischen Reitweise.

„Signalreiten“ bedeutet, dass dem Pferd nur wenn nötig fein abgestufte Signale und Impulse in Form von Schenkelhilfen, Gewichtsverlagerungen, Stimmhilfen und Zügelhilfen gegeben werden um Tempi oder Richtung zu ändern. Das Pferd darf und soll dabei auch aktiv mitdenken, was zum Beispiel ein Reiten im Gelände sehr erleichtert.

Weitere Erläuterungen zu diesen Themen finden sich auf unserer Webseite unter der Rubrik  DFR Foundation Appaloosa und Kurse.

button back